Meine Gründe für den veganen Weg Punkt 1

Wer meinen letzten Artikel gelesen hat, weiß, dass ich mich auf den Weg zu einer  veganen Lebensweise gemacht habe. Dort kannst du auch etwas über meinen „Vorweg“ erfahren. Heute möchte ich den ersten meiner 3 Hauptgründe mit dir teilen, warum ich mich für diesen Weg, vegan zu essen, entschieden habe. Schon lange spukt das schlechte Gewissen in mir herum, wenn ich wieder mal Milchprodukte oder Fleisch konsumierte, aber ich habe es immer wieder ausgeblendet und weg geschoben, damit ich mich nicht damit auseinander setzen musste, weil ich darauf nicht verzichten wollte. Vielleicht kann das der eine oder die andere von euch nachvollziehen und kennt diese Mechanismen.

Seit meiner Kindheit waren tierische Produkte Teil meiner Ernährung und mein Umfeld hatte mich nie darüber aufgeklärt was da eigentlich auf meinem Teller liegt oder sich in meinem Milchglas befand. Was ich im Nachhinein sehr schade finde, denn heute bin ich mir sicher – KEIN Kind, welches erfährt was das Schnitzel am Teller eigentlich einmal war, würde es essen wollen. Das kann ich auch aus eigener Erfahrung mit Volksschulkindern bestätigen. Oft wissen sie gar nicht, dass das auf ihrem Teller ein Tier war bzw. ist. So ähnlich geht es uns Erwachsenen eigentlich ja auch, oder? Zumindest ging es mir so. Wenn man die „schön hergerichteten Stücke“ in der Fleischtheke sieht, kann man (leicht) ausblenden, dass das einmal ein Tier war. Mein Partner meinte dazu sarkastisch: „Du redest dir halt ein, dass das Stück am Baum gewachsen ist.“ Und so ähnlich war es auch. Ich weiß, vollkommen kindisch, aber die bittere Wahrheit. Und ich hab mir vorgenommen wirklich ganz ehrlich von mir und meinem Weg zu berichten, um auch andere vielleicht dazu zu inspirieren, die ähnlich denken und immer wieder in die Falle tappen. Nun gut, kommen wir zum ersten meiner 3 Hauptgründe vegan zu essen.

Mein 1. Hauptgrund:

Das unfassbare Tierleid, welches ich durch meinen Fleisch- bzw. Tierproduktekonsum unterstütze und weiter fördere. Bitte schau dir mal einen Film oder eine Doku zu dem Thema an – ich weiß es ist hart und kaum aushaltbar dieses Leid zu sehen, aber es ist einer DER Schritte um dauerhaft etwas in deiner Ernährung ändern zu können. Einige Titel sind in meinem ersten Artikel zu dem Thema verlinkt, falls du der Wahrheit ins Gesicht schauen willst, so wie ich. Das braucht Mut und Stärke, aber als empathische Wesen, welche Mitgefühl für andere empfinden können, ist es danach (fast) nicht mehr möglich weiter tierische Produkte zu konsumieren.

Zu mir und meiner Umsetzung:

Ich habe mir, wie schon erwähnt, viel zu dem Thema angesehen und recherchiert. Ich war schockiert und traurig was wir Menschen den Tieren antun. Auf der anderen Seite lieb(t)e ich Käse und Butter und konnte mir den Verzicht darauf nicht vorstellen. Für mich war es früher (bevor ich mich der Realität stellte) nicht so schlimm Milchprodukte zu essen, da die Tiere dafür ja nicht sterben müssen. Ich weiß, viele Veganer werden jetzt schon aufschreien, sorry, aber so naiv und oberflächlich dachte ich. Nach meinem heutigen Wissensstand empfinde ich die Milchindustrie sogar noch grausamer und perverser als die Fleischindustrie. Ein Bild wird mir nie mehr aus dem Kopf gehen und das ist auch gut so – eine Kuh, die gerade ihr Kalb zur Welt bringt und gerade als es zu Boden sinkt, kommt der Bauer und schleift das Kalb über Boden sofort weg von der Mutter. Die Kuh dreht sich sofort um und will ihrem Kind nachlaufen, daran wird sie aber gehindert. Sie werden sofort nach der Geburt voneinander getrennt. Tagelang rufen sich beide. Ich glaube, jede Mutter ist zutiefst entsetzt und traurig, wenn sie so etwas sieht und sich vorstellt wie sie sich an dieser Stelle fühlen würde. Mir blieb der Atem weg und die Tränen flossen. Dieses Leid wiederholt sich das ganze Kuhleben lang, denn um Milch geben zu können, muss die Kuh immer wieder gebären. So muss sie diese Tortur immer wieder durchleben. Schrecklich!

Wie ist es mir seit meiner Entscheidung (am Sonntag, 30.7.2017) mit dem Konsum von Milchprodukten und Fleisch ergangen?

Da wir vor unserer Entscheidung vegan zu essen noch einkaufen waren, hatten wir auch Käse und Butter zuhause. Am Montag und Dienstag habe ich noch etwas Butter verwendet und jeweils geringe Mengen Käse auf mein Brot getan. Ja, ich weiß, ich kann die Kritik schon hören, aber ich will ehrlich sein und nach über 30 Jahren Butter- und Käseliebhaberin ist das nicht so einfach (für mich) gewesen. Ich habe mich bewusst an die Bilder erinnert und intuitiv kam der Wunsch mich bei den Kühen dafür zu bedanken und mich zu entschuldigen, dass ich es esse. Was ich wichtig finde, ist bewusst zu bleiben, sich aber auch nicht schlecht zu fühlen, wenn man es gegessen hat. Denn diesen Fehler habe ich schon in meinem Süßigkeitenentzug gemacht, umso strikter und dogmatischer ich war/bin, umso eher werde ich irgendwann wieder rückfällig und das möchte ich diesmal von vornherein vermeiden. Und siehe da, am dritten Tag nach meiner Entscheidung vegan zu leben, hatte ich gar kein Verlangen mehr nach Käse oder Butter. Stattdessen habe ich mir einen veganen Tomatenaufstrich auf mein Frühstücksbrot gestrichen und damit war ich mehr als zufrieden. Ehrlich gesagt bin ich sogar sehr stolz auf mich, denn das bewusste Hinsehen wirkt, die Lust auf diese Produkte verschwindet von alleine, ohne Zwang, das Gefühl von Verzicht oder strenge Kontrollen. Dadurch wird es sich auch einprägen und dauerhaft aus meiner Ernährung verschwinden.

Der Fleischverzicht fiel mir überhaupt nicht schwer, aber da ich ja schon vorher nur sehr selten Fleisch konsumierte, ist das auch nicht weiter verwunderlich für mich. Mein Partner hat damit mehr zu kämpfen als ich (komisch, dass Männer oft noch mehr an Fleisch hängen). Dafür fällt ihm der Verzicht auf Milch, Käse und Butter um einiges leichter als mir. Jeder hat es auf einem anderen Gebiet leichter, was gut so ist, denn so können wir uns gegenseitig bestärken, unterstützen oder zur Bewusstheit ermahnen, eben das was gerade gebraucht wird.

Wie fühle ich mich?

Ich fühle mich sehr gut. Ich bin stolz auf mich und meine Erfolge und ich bin voll motiviert weiter zu machen!!! Juhu 🙂 I love my vegan feeling 🙂

Darüber könnte ich noch ewig weiter schreiben, aber ich beende meinen 1. Hauptgrund vegan zu leben für diesen Moment. Falls mir noch etwas wichtiges einfällt, werde ich den Beitrag ergänzen.
Im nächsten Artikel stelle ich dir meinen zweiten Grund vor.
Wenn du noch Fragen oder Anregungen dazu hast, freue ich mich auf deinen Kommentar ❤

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